Akuter Bandscheibenvorfall – Krankenhausaufenthalt ab 15.11.2011

Hallo Familie, Freunde und Bloggerkollegen!

Wie meine engen Freunde bereits wissen, habe ich seit über 6 Jahren manchmal mehr und manchmal weniger Probleme mit meiner Bandscheibe. Woher das kommt, weiß natürlich heute keiner mehr. Ich schätze mal, dass mir einfach die 12 Jahre, die ich beruflich als Lkw-Fahrer tätig war, meiner Bandscheibe nicht so gut getan haben.

Ich bin ja nicht nur im Fernverkehr gefahren, sondern war auch einige Jahre als “Abrollcontainerfahrer” in unserer Firma tätig! Und dort musste ich schon sehr oft kräftig anpacken, weil der Job eines Abrollerfahrers weit mehr bedeutet, als den ganzen Tag auf seinem Popöchen zu sitzen und aus dem Fenster zu gucken. Truckerkollegen wissen, wovon ich hier spreche.

Naja, jedenfalls schleppte ich mich die letzten Jahre oft mit höllischen Schmerzen durch den Alltag, bis es im November 2010 dann endgültig vorbei war. Am Samstag des 27. November 2010 um 7 Uhr in der Früh musste ich dann schließlich den Notarzt rufen, weil ich hilflos in der Wohnung auf dem Sofa lag und ich mich keinen Zentimeter mehr bewegen konnte!

Der Notarzt kam, untersuchte mich kurz und sagte mir dann, dass ich ins Krankenhaus muss. Hurra, sind mir da die Düsen gegangen! Aber irgendwo war ich auch froh, weil es ja ersten nicht mehr so weiter gehen konnte und zweitens nahmen sie mir dann durch Infusionen und einer Schmerztherapie fast vollständig die Schmerzen.

Nach einer Woche Krankenhausaufenthalt durfte ich die Klinik auf meinen Wunsch hin vorzeitig verlassen. Naja es war Freitag und ich wäre voraussichtlich am Montag sowieso entlassen worden. Der Kaffee schmeckte dort ebenfalls total doof, was für mich auch ein Grund war endlich nach Hause zu kommen. :-)

Seit Freitag, den 04.11.2011 knapp ein Jahr nach meinem letzten Krankenhausaufenthalt ist es wieder mal so weit, dass bei mir nichts, aber auch gar nichts mehr geht. Ich kann fast nicht mehr laufen, liege nur noch herum, kann nicht mehr einkaufen gehen, mich nicht mal mehr ordentlich anziehen, weil ich mich einfach nicht mehr bücken und bewegen kann, kurz gesagt, ein Drama!

Am 10.11.2011 war ich daraufhin beim Orthopäden, der mich umgehend für eine MRT zu einem Radiologen geschickt hat. Am nächsten Tag konnte ich den Termin beim Radiologen bereits wahrnehmen. Normalerweise warten man ja ungefähr 3-4 Wochen auf einen Termin! Mein Arzt machte zum Glück etwas Druck, darum konnte ich schon am nächsten Tag zur MRT.

Nach der MRT am Freitag bin ich direkt zu meinem Hausarzt gefahren, der mich nach einer kurzen Untersuchung und nach einem Blick auf die MRT-Bilder in das örtliche Krankenhaus einweisen wollte. Ich lehnte dankend ab, da ich mir etwas besseres Vorstellen kann, als mich über das gesamte Wochenende ins Krankenhaus zu legen. Dazu kommt noch, dass am Wochenende sowieso kein Arzt da ist und deswegen bei mir auch nichts gemacht wird. Blöd rumliegen kann ich schließlich auch daheim. Ja ich weiß, mein Hausarzt meinte es nur gut und es wäre auch nötig gewesen, aber naja…

Heute früh am 14.11.2011 um 10 Uhr hatte ich dann einen Termin in einer größeren orthopädischen Praxisklinik in Ansbach. Nach einer gründlichen Untersuchung sagte mir der behandelnde Arzt, dass er bei mir höchst wahrscheinlich nur noch die Möglichkeit einer Operation sieht. So wie letztes Jahr, so bin ich auch heute wieder total begeistert von der Diagnose und dem ganzen Mist, der mich in den kommenden Tagen erwarten wird. Ich könnte grad raus, wo kein Loch ist! Ob ich operiert werde, oder ob eine andere Behandlung bei mir Anwendung findet, entscheiden aber letztendlich erst die Ärzte morgen im Bezirksklinikum in Ansbach. Aber es sieht tatsächlich nicht rosig aus, wir werden sehen…

Liebe Leute, jetzt wisst ihr Bescheid! Ich habe bissel Angst, das gebe ich zu, denn ein falscher Schnitt im Wirbelsäulenbereich und ihr könnt euch denken, was dann passieren kann. Ok, immer Positiv denken, ich weiß! Drückt mir bitte die Daumen, damit ich heil wieder heimkomme und ich die Operation (wenn sie doch erforderlich sein sollte) gut überstehen werde!

Die kommenden Tage melde ich mich dann aus dem Krankenhaus über mein Android-Smartphone auf meinem Blog und bei Twitter zu Wort. Macht´s gut ihr lieben!

Update 21.11.2011:

Am Freitag den 18.11.2011 wurde ich aus dem Bezirksklinikum Ansbach entlassen. Am 01.12.2011 gehe ich dann für etwa 3 Wochen zur stationären Heilbehandlung (Reha) in die Klinik “Herzoghöhe” nach Bayreuth. Aktuell sieht es bei mir schon wieder etwas besser aus.  Ich habe nicht mehr so arge Schmerzen und kann (fast) wieder normal gehen und auch meinen Alltag zum größten Teil alleine bewältigen. Es geht also aufwärts, wenn auch sehr langsam!


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5 Kommentare zu “Akuter Bandscheibenvorfall – Krankenhausaufenthalt ab 15.11.2011”

  1. Dangerblood sagt:

    Ich wünsche dir alles alles Gute !!! Habs grad erst gelesen, liege im Moment selber flach. Bandscheiben-OP ist ja heute nurnoch Routine, aber kann dich schon verstehen, hätte selbst auch ein Angstgefühl !! Alles Gute Joachim !!

    • Joachim sagt:

      Huhu Mario,

      gerade habe ich den Feedreader geöffnet (App) und den Artikel auf deinem Blog gelesen. Ich danke dir für den seelischen Beistand und wünsche dir natürlich auch alles Gute und das du die Erkältung schnell wieder los wirst!

      Grad kommt mein Mittagessen, mal sehen ob es schmeckt :-) Und um 13 Uhr muss ich zur Elektrotherapie.

      Liebe Grüße aus dem Krankenhaus.

  2. Dangerblood sagt:

    Moin Joachim, schmeckt denn das Essen dort ? Ich hatte da bisher immer sehr viel Glück in den Krankenhäusern.

    • Joachim sagt:

      Naja, schlecht ist das Essen im Krankenhaus eigentlich nicht. Was halt fehlt ist Salz. Deshalb schmeckt es doch recht oft fad. Vom Kaffee mag ich gar nicht Reden, der schmeckt sowieso wie eingeschlafene Füße. :-)

      Mein Bettnachbar ist privatversichert und der bekommt zu fast jeder Mahlzeit Kuchen und ein Dessert dazu. Er hat auch ein Bett, das sich elektrisch bedienen lässt. Dabei hat er “nur“ etwas an der Nase. Ich hingegen mit meiner defekten Bandscheibe, muss auf einem alten Bett schlafen.

      Er bekommt täglich seine Zeitung ans Bett gebracht und wird einfach in sehr vielen Dingen bevorzugt behandelt.

      So erlebe ich die “2 Klassen- Gesellschaft“ hautnah mit und frage mich oft, was aus uns nur geworden ist. Überspitzt formuliert, bekam ich manchmal fast schon das Gefühl, ich müsste mich bei der Klinikleitung für die Unannehmlichkeiten entschuldigen, weil ich ja nur ein “dummer“ Kassenpatient bin.

      Mir gehts im Übrigen wieder etwas besser. Bekomme täglich Infusionen, Tabletten, Elektrotherapie, Krankengymnastik, Fango und Massagen. Nur das Kortison bekommt mir gar nicht. Bin total aufgeschwemmt von dem Zeug!

      Wie gehts dir denn eigentlich heute? Auf deinem Blog konnte ich gestern lesen, das es langsam wieder auswärts geht.

      Gute Besserung Großer!

  3. Dangerblood sagt:

    Naja, der Geschmackssinn der meisten Menschen ist heute völlig versaut. Eigentlich ist wenig Salz völlig positiv, allerdings sollte man dann im Gegenzug mehr mit Kräutern und Gewürzen arbeiten. Das ist aber heutzutage einfach im Budget nicht drin.

    Hör mir auf mit den zwei Klassen. Da geht mir regelmäßig die Hutkrempe hoch. Ist in einem Halbsozialstaat einfach nurnoch Fail.

    Mir gehts besser, Tochter liegt schon wieder mit Fieber zuhause :(

    Danke dir, ebenfalls weiterhin Gute Besserung Joachim !

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