Was bedeutet GPS?

Als Geocacher benötigt man zum Finden eines Caches ein GPS-Gerät. Aber was genau bedeuten diese 3 Buchstaben „GPS“ und wie entstand dieser Dienst überhaupt?

GPS” ist die Abkürzung für Global Positioning System, ein Funkortungsverfahren zur Positionsbestimmung. GPS beruht auf dem Prinzip der Entfernungsbestimmung durch Laufzeitmessung von Signalen, die von Bezugspunkten ausgesendet und vom Nutzer empfangen werden. Als Bezugspunkte dienen 24 Satelliten, die sich in ca. 20.000 Meter Höhe befinden. Diese kreisen in 12 Stunden einmal um unsere Erde und ermitteln dabei die Position zu jedem GPS-Empfangsgerät auf der ganzen Welt. Je mehr Satelliten der GPS-Empfänger (z.B. das Auto Navi) ordert, desto genauer wird die eigene Position ermittelt.

GPS funktioniert 24 Stunden am Tag und kann unter allen Wetterbedingungen für eine exakte Navigation weltweit auf dem Land, auf dem Wasser und sogar in der Luft genutzt werden. Global Positioning System ist ein kostenloser Service. Man kann ihn unbegrenzt nutzen.

Für wen wurde GPS entwickelt?

GPS wurde in den 70er Jahren für den militärischen Gebrauch entwickelt und wird durch das US-Verteidigungsministerium kontrolliert. Bald schon merkte die US Regierung, das GPS auch für zahlreiche Zivilanwendungen nützlich sein könnte. Daraufhin erstellte das Verteidigungsministerium zwei Übertragungscodes: den „P-Code“ für militärische Nutzung und den „C/A-Code“ für die zivile Nutzung.

Der „P-Code „ mit der höchsten Genauigkeit, war natürlich ausschließlich für das Militär bestimmt, um feindliche Angriffe gegen die Vereinigten Staaten zu verhindern. Bald schon erwiesen sich die zivilen GPS-Empfänger, – die den C/A-Code benutzen- als exakter, als dies vom Verteidigungsministerium eigentlich beabsichtigt war.

Folglich entwickelte das Militär ein System, um die Genauigkeit der Signale, die an zivile GPS-Empfänger übersandt werden künstlich zu schwächen. Diese absichtliche Verminderung der Genauigkeit wird „Selective Availability“ oder „S/A“ genannt. Das reduzierte das GPS-Genauigkeitsniveau ziviler Geräte zu 95% auf 100 Meter oder weniger.

Am 2. Mai 2000 wurde jedoch die selektive Verfügbarkeit (S/A) abgeschafft. Das US-Verteidigungsministerium hat jetzt eine Technologie entwickelt, um GPS-Signale in bestimmten Bereichen einfach zu verweigern. Ab diesem Zeitpunkt kann nun jeder GPS-Nutzer seine Position bis zu 10-mal genauer lokalisieren. Die Entscheidung, Zivilisten so viel Genauigkeit in den Positionsinformationen zu ermöglichen wurde schließlich getroffen, weil GPS fortwährend eine wichtigere Rolle im Leben der Menschen auf der ganzen Welt spielt.